Die Geschichte unserer Porzellanmanufaktur

Symbol der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur

1850 Erhält der in Lichte gebürtige Einwohner und Gastwirt W. Liebmann von Sitzendorf von der fürstlichen Kammer in Rudolstadt das Privileg zur Errichtung einer Porzellanmanufaktur in Sitzendorf.
1858 Großbrand in der Manufaktur, aber sofortiger Wiederaufbau
1859 Neben der Herstellung von kleinen Figuren und Puppenköpfen wird außerdem billiges Geschirr produziert.
1884 Als erste Manufaktur gelang es, Spitzenfiguren herzustellen, im Meißner Genre dekoriert.
1890 Inbetriebnahme einer Dampfmaschine, gekoppelt mit einem Generator. Elektrische Beleuchtung hält Einzug.
1896 Die Manufaktur wird Aktiengesellschaft mit einem Gründerkapital von 1 Millionen Mark.
1900 Bau der Schwarzatalbahn. Somit konnte der Brennprozeß von Holz auf Kohle umgestellt werden.
1911 Auf der Weltausstellung in Turin erhalten Sitzendorfer Erzeugnisse eine Goldmedaille.
1923 Infolge der Weltwirtschaftskrise kommt es zur teilweisen Stilllegung des Betriebes.
1930 Die ehemaligen Prokuristen Reinhold Rebhan und Max Krause werden Besitzer der Manufaktur.
1939 Durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges erlebt der Betrieb einen zweiten Niedergang.
1948 Übernahme des Betriebs durch Rolf Rehban, Sohn von Reinhold Rehban.
1950 Die Manufaktur feiert ihr 100jähriges Bestehen.
1958 Dem Betrieb wird der Staat als Gesellschafter zugeordnet. Fortan wird das Unternehmen als sog. Betrieb mit staatlicher Beteiligung im Handelsregister geführt.
1972 Die Porzellanmanufaktur wird enteignet, danach entsteht durch die Zusammenfassung ausgewählter Porzellan herstellender Betriebe ein Kombinat.
1990 Nach der deutschen Einheit löst sich das Kombinat auf. Noch einen Monat vor der Währungsunion, am 1.Juni 1990, entschließen sich die Tochter von Rolf Rebhan, Carla Hermann und ihr Ehemann zur Reprivatisierung um die Familientradition der Manufaktur fortzusetzen.
1991 Als zusätzliches Standbein wird schrittweise begonnen, ein Tourismuskonzept aufzubauen.

2000

Die Manufaktur begeht festlich ihr 150jähriges Bestehen.
2013 Im März wird Insolvenzantrag gestellt.
Im Oktober wird das Unternehmen durch Carla und Uwe Hermann zurückgekauft.
Ab November wird als Porzellanmanufaktur Sitzendorf GmbH firmiert.
Die Bodenmarke symbol-transparent wird ebenfalls zurückgekauft und kann somit in Fortführung der Tradition weiter genutzt werden.